Gebrauchtes E-Auto kaufen: Lohnt sich der Umstieg?
4. April 2026
Bei Spritpreisen über 2€ denken viele über ein E-Auto nach. Der Schwabe rechnet vor, ob sich ein gebrauchter Stromer wirklich lohnt.
Bei Spritpreisen von über 2 Euro pro Liter überlegen immer mehr Menschen, den Umstieg auf ein E-Auto zu wagen. Aber lohnt sich der Kauf eines gebrauchten Elektrofahrzeugs wirklich?
Die Preise auf dem Gebrauchtmarkt
| Modell | Baujahr | Kilometerstand | Preis |
|---|---|---|---|
| Nissan Leaf | 2018 | 30.000 km | 17.500€ |
| BMW i3 | 2017 | 25.000 km | 19.000€ |
| VW e-Golf | 2019 | 20.000 km | 22.000€ |
| Hyundai Ioniq | 2018 | 35.000 km | 18.000€ |
Betriebskosten: E-Auto vs. Verbrenner
Nehmen wir 15.000 km pro Jahr:
| Kostenfaktor | E-Auto (Jahr) | Verbrenner (Jahr) |
|---|---|---|
| Energie/Sprit | 337€ (15 kWh/100km, 0,15€/kWh) | 2.100€ (7l/100km, 2€/l) |
| Wartung | 300€ | 600€ |
| Kfz-Steuer | 0€ (5 Jahre befreit) | ca. 200€ |
| **Gesamt** | **637€** | **2.900€** |
Ersparnis pro Jahr: über 2.200€
Amortisation
Ein gebrauchter Nissan Leaf für 17.500€ amortisiert sich durch die Betriebskostenersparnis in ca. 5,5 Jahren. Danach sparst du jedes Jahr über 2.000€.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Batteriezustand prüfen — lass den SoH (State of Health) auslesen, idealerweise über 80%
- Ladeinfrastruktur — hast du eine Wallbox oder Lademöglichkeit in der Nähe?
- Reichweite — ältere Modelle schaffen 150-250 km, reicht das für deinen Alltag?
- Service-Historie — alle Inspektionen vorhanden?
Fazit
Für Pendler mit täglichen Strecken unter 100 km ist ein gebrauchtes E-Auto fast immer günstiger als ein Verbrenner. Die Rechnung ist eindeutig: über 2.000€ weniger pro Jahr.