Spritpreise explodieren: Kommt jetzt die Übergewinnsteuer?
4. April 2026
Die Spritpreise in Deutschland haben ein neues Jahreshoch erreicht. Super E10 kostet an vielen Tankstellen über 2,10€ pro Liter, Diesel liegt bei rund 1,95€. Die Gründe sind vielfältig: geopolitische Spannungen im Nahen Osten, eine gedrosselte Ölförderung der OPEC+ und der schwache Euro gegenüber dem Dollar.
Was plant die Politik?
Die Finanzminister aus Deutschland, Spanien, Portugal, Österreich und Italien haben eine gemeinsame Initiative gestartet: Sie fordern die EU-weite Einführung einer Übergewinnsteuer auf Krisenprofite von Energiekonzernen. Die Idee dahinter: Wenn Ölkonzerne von Krisen überproportional profitieren, soll ein Teil dieser Gewinne abgeschöpft und an die Verbraucher zurückgegeben werden.
SPD-Chef Lars Klingbeil bringt zusätzlich ein Tempolimit ins Spiel — nicht nur als Umweltmaßnahme, sondern als konkretes Signal gegen hohen Spritverbrauch.
Was bedeutet das für deinen Geldbeutel?
Wer täglich 30 Kilometer zur Arbeit pendelt, zahlt bei aktuellen Preisen rund 250€ pro Monat allein für Benzin. Das sind fast 50€ mehr als noch vor einem Jahr.
Konkrete Spartipps:
- Tankstellen-Apps nutzen (clever-tanken, ADAC) — die Preisunterschiede betragen oft 10-15 Cent pro Liter
- Zwischen 18 und 20 Uhr tanken — statistisch die günstigste Zeit
- Fahrgemeinschaften bilden — halbiert die Kosten sofort
- Reifendruck prüfen — zu wenig Druck kostet bis zu 5% mehr Sprit
- Tempomat nutzen — gleichmäßiges Fahren spart bis zu 10%
Wie geht es weiter?
Die EU-Kommission wird den Vorschlag zur Übergewinnsteuer voraussichtlich im Mai prüfen. Bis dahin bleibt Verbrauchern nur, clever zu tanken und wo möglich auf Alternativen umzusteigen.